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Frühe Hilfen für Kinder und Familien durch Patinnen des Kinderschutzbundes


Das Patenschaftsmodell des Kinderschutzbundes Bielefeld umfasst die nieder-schwellige Begleitung, Hilfestellung und Beratung von Familien in psychosozialen Krisen- oder auch Notlagensituationen durch Familienpatinnen.

Das Projekt ist ein Modul im Bereich der "Frühen Hilfen" der Stadt Bielefeld und bietet Unterstützung für Familien mit kleinen Kindern vom 1. Lebensjahr bis zum Ende des Grundschulalters an.

Der Einsatz der Familienpatinnen umfasst ein- bis zweimaligen Hausbesuch pro Woche, der je nach Vereinbarung zwischen 1,5, bis zu drei Stunden andauert.

Die ehrenamtlich geschulten Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes helfen, wenn die familiäre Situation für Eltern und Kinder besonders belastend ist:
  • wenn Kinder und Eltern erschöpft, krank oder behindert sind,
  • wenn die Probleme überhand nehmen,
  • wenn die Kinder viel Unterstützung und Förderung brauchen,
  • wenn die Eltern alleinerziehend sind und wenig soziale Bindungen haben,
  • wenn sich eine Familie gründet,
  • wenn Mehrlinge geboren werden,
  • wenn die Mütter sehr jung sind
Die Patinnen sind vorrangig um die Verbesserung der Lebenssituation der Kinder bemüht. Hierbei achten sie besonders darauf, die Kinder zu fördern und den vorhandenen Mangel an Aufmerksamkeit und Zuwendung auszugleichen. Die Patinnen spielen intensiv mit den Kindern, gehen auf den Spielplatz, unterstützen sie bei den Hausaufgaben. Sie bieten Unterstützung an bei der Bewältigung der verschiedenen Aufgaben im Familien- und Erziehungsalltag und begleiten die Eltern bei Ämtern- Schuld- und Arztbesuchen.

Die Familien, die Hilfe benötigen, werden von verschiedenen Institutionen an den Kinderschutzbund verwiesen. Zu den Einrichtungen gehören die Kinderklinik Bethel, Ärztinnen und Ärzte, Lehrerinnen und Lehrer, Beratungsstellen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes etc.

Die Kontaktaufnahme erfolgt direkt, nachdem bereits ein Gespräch mit den Müttern und Vätern stattgefunden hat und diese Bereitschaft für eine Annahme der Hilfe signalisiert haben, oder die Betroffenen melden sich selber bei den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des Patenschaftsmodells.